Morgentraining vs. Abendtraining – was passt zum Familienleben besser?

Es ist eine Frage, die sich vermutlich jeder sportlich aktive Elternteil irgendwann stellt. Wann soll das eigentlich alles stattfinden? Zwischen Schulranzen packen, Arbeitsalltag, Elterntaxi und dem obligatorischen „Papa, kannst du mal kurz..."-Moment bleibt für Sport auf dem Papier oft erschreckend wenig Raum. Und trotzdem geht es irgendwie. Die entscheidende Frage ist nur: morgens oder abends?

Ich habe beide Varianten durch. Manchmal gezwungenermaßen, manchmal aus Überzeugung. Hier ist mein ehrliches Fazit.

Das Morgentraining – der Held der Theorie

Morgentraining klingt auf dem Papier unschlagbar. Du stehst früh auf, erledigst deine Einheit, bevor der Rest der Welt überhaupt den ersten Kaffee getrunken hat – und gehst mit dem guten Gefühl in den Tag, dass du es bereits hinter dir hast. Kein schlechtes Gewissen, keine Terminkollisionen, kein „heute war einfach zu viel".

Der Wecker klingelt um halb sechs. Es ist dunkel. Das Bett ist warm. Und irgendwo im Hinterkopf flüstert eine Stimme, dass man das doch auch morgen noch machen könnte.

Wer diese Phase übersteht – und das dauert ehrlich gesagt ein paar Wochen – merkt, dass Morgentraining tatsächlich funktioniert. Der Kopf ist frei, die Straßen sind leer, und das Gefühl danach ist schwer zu toppen. Es gibt kaum etwas Besseres als einen Tag, der mit Bewegung beginnt.

Der Haken: Es braucht eiserne Disziplin und einen Körper, der morgens mitmacht. Wer abends lange aufbleibt – sei es wegen der Kids, der Arbeit oder einfach weil man endlich mal in Ruhe eine Serie schauen wollte – wird morgens früh keinen Hochleistungssport abliefern. Schlafmangel und ambitioniertes Training vertragen sich schlecht.

Thomy