Berlin Marathon 2026: Mein Training mit der Apple Watch Ultra 3 und Runna

Vor einem Jahr habe ich darüber geschrieben, warum die Kombination aus Apple Watch Ultra und Runna für mich die bislang beste Art der Marathonvorbereitung war. Damals stand vor allem die Frage im Raum, ob eine Smartwatch tatsächlich eine klassische Laufuhr ersetzen kann.

Nach einem weiteren Jahr Training, unzähligen Kilometern auf Asphalt, Waldwegen und dem Rennrad sowie der Vorbereitung auf den Berlin Marathon 2026 lautet meine Antwort noch immer: Ja. Und mit der neuen Apple Watch Ultra 3 sogar mehr denn je.

Marathontraining ohne komplizierte Technik

Was ich an der Kombination aus Apple Watch Ultra 3 und Runna besonders schätze, ist die Einfachheit.

Der Trainingsplan landet automatisch auf der Uhr, Intervalle werden sauber geführt, Tempovorgaben direkt angezeigt und Anpassungen erfolgen nahezu in Echtzeit. Ich muss keine Trainings manuell übertragen oder verschiedene Plattformen miteinander synchronisieren.

Gerade im Familienalltag ist das ein riesiger Vorteil. Wenn zwischen Arbeit, Schule, Sportverein und Familienzeit nur ein schmales Zeitfenster für das Training bleibt, möchte ich laufen und nicht Technik administrieren.

Runna übernimmt die Planung, die Apple Watch Ultra 3 das Tracking.

Was ist neu an der Apple Watch Ultra 3?

Wer bereits eine Ultra 2 besitzt, muss nicht zwingend sofort wechseln. Dennoch bringt die Ultra 3 einige Verbesserungen mit, die mir im Trainingsalltag durchaus positiv aufgefallen sind.

Allen voran das nochmals verbesserte Display. Gerade bei Intervalltrainings auf der Bahn oder langen Läufen in der Sommersonne lassen sich Pace, Herzfrequenz und Trainingsvorgaben noch einfacher ablesen. Hinzu kommt eine spürbar längere Akkulaufzeit, die selbst in intensiven Trainingswochen mit mehreren Lauf-, Rad- und Krafteinheiten genügend Reserven bietet.

Besonders positiv fällt für mich weiterhin die GPS-Genauigkeit auf. Gerade in Berlin, wo die Strecken regelmäßig durch Parks, Häuserschluchten oder bewaldete Abschnitte führen, stimmen Pace und Distanz erstaunlich zuverlässig. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Runna ein exakt definiertes Intervalltraining vorgibt und jede Sekunde zählt.

Beruhigend für Familie und Läufer: Satellitenkommunikation

Eine Funktion, von der ich ehrlich gesagt gehofft habe, sie niemals zu brauchen, ist die Satellitenkommunikation der Apple Watch Ultra 3.

Wer regelmäßig in Berlin unterwegs ist, wird vermutlich selten darüber nachdenken. Wer allerdings wie ich gerne auch mal stundenlang durch Brandenburg läuft oder mit dem Rennrad auf einsamen Landstraßen unterwegs ist, weiß, dass Mobilfunkempfang nicht überall selbstverständlich ist.

Genau für solche Situationen bietet die Ultra 3 zusätzliche Sicherheit. Sollte tatsächlich einmal kein Mobilfunknetz verfügbar sein, können Notrufe und wichtige Nachrichten über Satellit abgesetzt werden. Das ist keine Funktion, die man täglich nutzt – und das ist auch gut so. Aber allein zu wissen, dass sie im Hintergrund verfügbar ist, sorgt für ein gutes Gefühl.

Vor allem zu Hause.

Denn während ich irgendwo zwischen Kiefernwald, Feldweg und dem sprichwörtlichen „Noch schnell eine kleine Runde“ unterwegs bin, ist die Wahrscheinlichkeit durchaus hoch, dass meine Familie die Situation kritischer einschätzt als ich selbst.

Oder anders gesagt: Die Satellitenkommunikation beruhigt vermutlich meine Frau mehr als mich.

Trotzdem ist es ein Feature, das perfekt zu einer Uhr passt, die längst nicht mehr nur Laufuhr, sondern Begleiter für Training, Abenteuer und den ganz normalen Wahnsinn zwischen Familienalltag und Marathonvorbereitung geworden ist.

Eisbaden, Regeneration und die Wassertemperatur immer im Blick

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass Eisbaden mittlerweile ein fester Bestandteil meiner Regenerationsroutine geworden ist.

Nach langen Läufen, intensiven Intervallen oder besonders belastenden Trainingswochen gehört der Sprung ins kalte Wasser für mich fast genauso dazu wie die Laufeinheit selbst. Genau hier spielt die Apple Watch Ultra 3 eine Funktion aus, die oft übersehen wird: den integrierten Wassertemperatursensor.

Egal ob im Eisfass, im See oder während der kalten Monate draußen im Wasser – die Uhr zeigt mir zuverlässig die aktuelle Wassertemperatur an. Das klingt zunächst nach einer Spielerei, ist für mich aber inzwischen ein fester Bestandteil meiner Regenerationsroutine geworden.

Zum einen kann ich die Bedingungen besser dokumentieren, zum anderen lassen sich Intensität und Dauer der Kälteanwendung deutlich besser einordnen. Ob 4, 8 oder 12 Grad macht am Ende eben einen gewaltigen Unterschied. Die Ultra liefert mir diese Daten direkt am Handgelenk, ohne zusätzliches Equipment oder Thermometer.

Gerade in der Marathonvorbereitung, wenn Belastung und Regeneration möglichst gut ausbalanciert werden müssen, ist das ein kleines Feature, das ich mittlerweile erstaunlich häufig nutze.

Mein Fazit nach einem weiteren Jahr

Auch 2026 bleibt die Kombination aus Apple Watch Ultra 3 und Runna mein bevorzugtes Setup für die Marathonvorbereitung.

Runna übernimmt die Trainingsplanung, die Ultra 3 liefert zuverlässig alle relevanten Daten und begleitet mich nicht nur beim Laufen, sondern auch bei den vielen Stunden zwischen den Einheiten. Genau dort, wo Regeneration, Schlaf, Alltag und Erholung über Erfolg oder Misserfolg einer Marathonvorbereitung entscheiden.

Für mich ist die Apple Watch Ultra 3 deshalb nicht einfach nur eine Laufuhr. Sie ist inzwischen die zentrale Plattform für mein gesamtes Training – vom ersten lockeren Dauerlauf bis zum Eisbad nach dem Long Run.

Thomy