Kreta mit Kids: Familienurlaub im ROBINSON IERAPETRA

Familienurlaub ist bei uns immer ein bisschen die Suche nach der perfekten Mischung. Die Kids wollen Pool, Meer, Action und am besten jemanden zum Spielen. Wir Erwachsenen freuen uns über gutes Essen, ein bisschen Ruhe – und in unserem Fall definitiv über die Möglichkeit, auch im Urlaub Sport zu machen.

Und dann wollen wir eigentlich auch noch etwas vom Land sehen.

Gar nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bekommen.

Für uns ging es im Frühjahr nach Kreta und als Base hatten wir uns den ROBINSON IERAPETRA an der Südküste der Insel ausgesucht. Eine Reisezeit, die sich im Nachhinein als ziemlich gute Wahl herausgestellt hat.

Denn während Kreta im Hochsommer natürlich vor allem für Sonne, Strand und Meer steht, zeigt sich die Insel im Frühjahr von einer anderen Seite: Die Landschaft ist grüner, die Temperaturen sind angenehmer und gerade für Sport und Ausflüge sind die Bedingungen für uns als Familie fast ideal.

Und genau das passt ziemlich gut zum ROBINSON IERAPETRA.

Denn der Club ist für uns weniger ein klassisches „zwei Wochen am Pool liegen“-Resort als vielmehr eine ziemlich komfortable Base für einen aktiven Familienurlaub auf Kreta.

Frühjahr auf Kreta: Für uns eine ziemlich gute Idee

Natürlich gehört zu Kreta das Meer. Und natürlich möchte man irgendwann einfach am Pool liegen und nichts machen.

Aber gerade wenn man seinen Urlaub gerne mit Sport und Ausflügen verbindet, hat das Frühjahr seinen ganz eigenen Reiz.

Tennis bei angenehmen Temperaturen? Perfekt.

Morgens eine Cycling-Session? Ebenfalls.

Wandern oder einen ganzen Tag mit dem Auto über die Insel fahren? Mit den Kids definitiv entspannter als in der größten Sommerhitze.

Ierapetra liegt ganz im Süden Kretas und gilt als eine der sonnenreichsten Regionen Griechenlands. Rundherum findet man Strände, kleine Dörfer, Schluchten und Berglandschaften – genug also, um auch außerhalb des Clubs einiges zu unternehmen.

Für uns war das eine ziemlich gute Mischung aus Urlaub, Sport und Entdecken.

Eine Anlage, in der sich alles ein bisschen verläuft

Was uns direkt nach der Ankunft aufgefallen ist: Der Club ist riesig.

Und das meine ich positiv.

Die Anlage erstreckt sich über rund 142.000 Quadratmeter, besitzt 321 Zimmer und ist mit ihren maximal zweigeschossigen Gebäuden eher wie ein kleines mediterranes Feriendorf aufgebaut.

Dadurch verteilt sich alles angenehm.

Mal ist man am Hauptpool, mal unten am Meer, später beim Sport und irgendwann sitzt man mit einem Kaffee irgendwo auf der Anlage und wundert sich, wo eigentlich alle anderen sind.

Gerade mit etwas größeren Kids gefällt uns dieses Konzept inzwischen ausgesprochen gut. Lotti und Consti müssen nicht permanent neben uns sitzen, sondern können zunehmend auch ihr eigenes Ding machen. Gleichzeitig gibt es genügend unterschiedliche Bereiche, sodass nicht die komplette Familie morgens bis abends dasselbe Programm absolvieren muss.

Natürlich bedeutet Weitläufigkeit auch: Man läuft.

Je nachdem, wo das Zimmer liegt, können die Wege zum Restaurant, Strand oder Sportbereich etwas länger sein. Für uns gehört das allerdings eher zum Charakter der Anlage, als dass wir es als Nachteil empfunden hätten.

Familienurlaub – ohne klassisches Kinderhotel-Feeling

Der ROBINSON IERAPETRA wird als FOR ALL Club geführt. Das bedeutet: Erwachsene stehen konzeptionell im Fokus, Kinder und Jugendliche sind aber ausdrücklich willkommen.

Für kleinere Kids gibt es den ROBY CLUB ab drei Jahren an sechs Tagen pro Woche, dazu kommen altersgerechte Programme für ältere Kinder und Jugendliche.

Für unsere aktuelle Familienphase gefällt uns das inzwischen fast besser als ein klassisches Kinderhotel.

Lotti und Consti sind in einem Alter, in dem sie nicht mehr den ganzen Tag bespaßt werden müssen – und das zunehmend auch gar nicht mehr wollen. Sie möchten schwimmen, Sport machen, andere Kids kennenlernen oder zwischendurch einfach mal ihr eigenes Ding machen.

Und wir Eltern können gleichzeitig unseren Urlaub verbringen, ohne dass sich der komplette Tag ausschließlich um Kinderprogramm dreht.

Am Ende trifft man sich wieder am Pool oder spätestens beim Essen.

Eigentlich ziemlich perfekt.

Tennis, Tennis und noch ein bisschen Tennis

Wer unseren Blog schon länger liest, weiß, dass Sport bei uns auch im Urlaub dazugehört.

Und genau hier spielt Ierapetra eine seiner größten Stärken aus.

Allen voran beim Tennis.

Die Sportsarea gehört für uns definitiv zu den Bereichen, in denen wir während unseres Aufenthalts besonders viel Zeit verbracht haben. Und gerade im Frühjahr waren die Temperaturen dafür ideal.

Morgens spielen? Klar.

Nachmittags noch einmal mit den Kids auf den Platz? Auch kein Problem.

Im Hochsommer würde ich solche Aktivitäten wahrscheinlich eher auf die frühen Morgen- oder Abendstunden legen.

Für uns ist Tennis inzwischen ohnehin ein perfekter Familiensport, weil wir tatsächlich gemeinsam auf dem Platz stehen können. Nicht mehr Mama und Papa spielen und die Kids schauen zu, sondern Bälle schlagen, kleine Matches spielen und zusammen Spaß haben.

Und genau das ist für mich einer der großen Vorteile eines sportlich ausgerichteten Clubs:

Man muss Sport nicht irgendwie um den Familienurlaub herum organisieren.

Er ist einfach Teil des Urlaubs.

Spinning statt heimischer Pain Cave

Mein zweites sportliches Highlight war das Indoor Cycling beziehungsweise Spinning.

Normalerweise bedeutet Radtraining für mich entweder draußen aufs Rennrad oder zuhause Zwift, Ventilator und Pain Cave.

Auf Kreta fühlt sich das dann doch etwas anders an.

Der Club verfügt über einen eigenen Indoor-Cycling-Bereich, Fitnessstudio und GroupFitness. Dazu kommen unter anderem Tennis, Padel, Pickleball, Fußball, Beachvolleyball sowie ein 25-Meter-Sportpool.

Man könnte hier also problemlos jeden Tag Sport machen.

Muss man natürlich nicht.

Aber genau diese Möglichkeit gefällt mir.

Morgens eine Cycling-Session, danach gemeinsam frühstücken und anschließend entscheiden, ob es ans Meer, an den Pool oder irgendwo auf die Insel geht – für mich ist das ziemlich nah an einem perfekten Urlaubstag.

Und gerade im Frühjahr ist Sport eben nicht nur früh morgens möglich. Das erweitert die Möglichkeiten noch einmal deutlich.

Und danach: Essen

Womit wir bei einem Thema wären, das bei einem Familienurlaub mindestens genauso wichtig ist.

Essen.

Und da liefert ROBINSON aus unserer Sicht wieder ziemlich ab.

Der IERAPETRA wird inzwischen mit All-inclusive made by ROBINSON angeboten. Es gibt drei Restaurants – das Hauptrestaurant, ein landestypisches Restaurant und ein zusätzliches Spezialitätenrestaurant – sowie vier Bars. Frühstück, Mittag- und Abendessen werden überwiegend als Buffets angeboten.

Gerade mit Kindern sind Buffets einfach unschlagbar.

Jeder findet etwas. Niemand muss ewig auf sein Essen warten. Und wenn der erste Teller doch nicht schmeckt, holt man eben etwas anderes.

Was uns bei ROBINSON aber gefällt: Es geht eben nicht nur um die obligatorischen Pommes, Pasta und Pizza.

Die Auswahl ist groß und abwechslungsreich, es gibt vegetarische und vegane Optionen, Vollwertkost und bewusstere Gerichte.

Gerade wenn man gleichzeitig viel Sport macht, ist es angenehm, nicht eine Woche lang zwischen Pizza und Pommes wählen zu müssen.

Wobei natürlich auch die völlig okay sind.

Es ist schließlich Urlaub.

Pool? Welcher denn?

Auch beim Thema Wasser merkt man wieder, wie groß die Anlage ist.

Es gibt nicht den Pool.

Neben dem Hauptpool gibt es einen Kinderpool, einen Slidepool mit Wasserrutsche, einen Ruhepool, einen 25-Meter-Sportpool und einen separaten Infinity-Ruhepool im WellFit-Spa für Gäste ab 16 Jahren. Einige der Pools können saisonabhängig beheizt werden – gerade für einen Aufenthalt im Frühjahr natürlich interessant. Robinson

Das ist als Familie ziemlich praktisch.

Action mit den Kids? Slidepool.

Bahnen schwimmen? Sportpool.

Einfach irgendwo liegen und lesen? Auch dafür findet sich ein Platz.

Und wenn Pool irgendwann langweilig wird, wartet direkt vor dem Club das Mittelmeer.

Meer vor der Tür

Der Club liegt unmittelbar an der Südküste Kretas und direkt am Kiesstrand. Der Strand ist naturbelassen und das Wasser entsprechend klar; Badeschuhe können aufgrund der Kiesel durchaus sinnvoll sein.

Wir mögen Urlaubsorte, an denen man nicht morgens entscheiden muss, ob heute „Pooltag“ oder „Strandtag“ ist.

Wenn beides direkt vor der Tür liegt, kann man morgens ans Meer, später an den Pool und zwischendurch zum Sport.

Keine Autofahrt.

Keine Strandtasche für einen halben Haushalt packen.

Einfach los.

Kreta hat mehr als eine Urlaubssaison

Unser Aufenthalt im Frühjahr hat uns aber auch gezeigt, dass man den ROBINSON IERAPETRA nicht ausschließlich als klassischen Sommerclub betrachten sollte.

Denn je nach Reisezeit verändert sich der Charakter des Urlaubs.

Im Frühjahr würde ich Ierapetra vor allem aktiven Familien empfehlen. Tennis, Fitness, Wandern und längere Ausflüge funktionieren bei milderen Temperaturen wunderbar. Die Insel ist grüner und für uns war gerade die Kombination aus Sport, Club und Entdeckungstouren ideal.

Im Sommer verschiebt sich der Fokus naturgemäß stärker in Richtung Meer, Strand und Pool. Sport würde ich bei hohen Temperaturen eher morgens oder abends einplanen. Gleichzeitig sind die langen warmen Abende natürlich genau das, was viele mit einem klassischen Griechenlandurlaub verbinden.

Im frühen Herbst wird es dann wieder besonders interessant für die Kombination aus Aktiv- und Badeurlaub. Das Meer hat die Wärme des Sommers gespeichert, während die Lufttemperaturen langsam angenehmer für Sport und Ausflüge werden.

Wichtig für die Reiseplanung: Ierapetra ist kein ganzjährig geöffneter Club. Für 2026 nennt ROBINSON aktuell eine Saison vom 28. März bis 8. November, für 2027 vom 20. März bis 7. November.

Frühjahr und Herbst sind hier also keine Notlösung außerhalb der eigentlichen Saison.

Für aktive Urlauber könnten sie sogar die spannendere Reisezeit sein.

Aber bitte den Club auch einmal verlassen

So angenehm es ist, alles direkt vor Ort zu haben: Kreta ist viel zu spannend, um den gesamten Urlaub ausschließlich im Club zu verbringen.

Ierapetra selbst liegt rund sieben Kilometer vom Club entfernt. Die südlichste Stadt Kretas besitzt einen alten Hafen, die venezianische Festung Kales und ein historisches Viertel mit venezianischen und osmanischen Einflüssen.

Rundherum warten Strände, Bergdörfer und Schluchten. Wer mehr von Kreta sehen möchte, kann mit dem Mietwagen natürlich auch größere Touren unternehmen.

Gerade im Frühjahr war das für uns ein echter Pluspunkt.

Man kann mit den Kids einen ganzen Tag unterwegs sein, ohne dass jeder Spaziergang irgendwann zur Hitzeschlacht wird. Irgendwo anhalten, etwas essen, einen kleinen Ort anschauen, ans Meer fahren oder einfach schauen, wo man landet.

Und danach zurück in den Club.

Duschen.

Abendessen.

Fertig.

Genau diese Kombination mögen wir.

Wir wollen im Urlaub etwas vom Land sehen – aber wir genießen es genauso, danach wieder in eine Umgebung zurückzukommen, in der wir uns um ziemlich wenig kümmern müssen.

Urlaub mit größeren Kids verändert sich

Was uns auch auf Kreta wieder aufgefallen ist: Familienurlaub verändert sich, wenn die Kinder größer werden.

Früher musste möglichst irgendwo ein Spielplatz sein. Schlafenszeiten bestimmten Teile des Tages und bei Ausflügen war immer die Frage, wie lange man mit kleinen Kindern überhaupt unterwegs sein kann.

Heute sieht das anders aus.

Mit Lotti und Consti können wir Tennis spielen, gemeinsam Sport machen, länger unterwegs sein und Kreta tatsächlich zusammen entdecken.

Gleichzeitig brauchen sie uns nicht mehr jede Minute.

Und vielleicht ist genau deshalb ein Club wie Ierapetra in dieser Phase so angenehm.

Man kann sehr viel gemeinsam machen.

Muss aber nicht permanent alles gemeinsam machen.

Die Kids haben ihre Freiheit.

Wir haben unsere.

Und am Ende sitzt man trotzdem zusammen beim Abendessen und erzählt sich, was jeder erlebt hat.

Für mich ist das inzwischen eine ziemlich schöne Form von Familienurlaub.

Unser Fazit: Ein Club für mehr als nur den Sommer

Der ROBINSON IERAPETRA hat für uns vor allem deshalb funktioniert, weil wir im Urlaub nicht ausschließlich am Pool liegen wollen.

Wir wollen morgens überlegen können:

Tennis?

Spinning?

Meer?

Pool?

Oder steigen wir heute ins Auto und schauen uns Kreta an?

Und manchmal lautet die Antwort natürlich trotzdem:

Gar nichts.

Gerade unser Aufenthalt im Frühjahr hat uns gezeigt, dass Kreta nicht zwingend ein reines Hochsommerziel sein muss.

Im Gegenteil.

Wer Sport, Familienzeit, gutes Essen und das Entdecken der Insel miteinander verbinden möchte, findet außerhalb der heißesten Monate Bedingungen, die dafür ausgesprochen gut passen.

Die weitläufige Anlage sorgt gleichzeitig dafür, dass sich der Urlaub trotz Clubgröße nicht permanent nach vollem Resort anfühlt. Dazu kommen das umfangreiche Sportangebot, die verschiedenen Pools, das Meer direkt vor der Tür und eine Gastronomie, bei der sich nach dem Sport definitiv niemand Gedanken darüber machen muss, ob er satt wird.

Und das vielleicht Wichtigste:

Jeder kann hier ein bisschen seinen eigenen Urlaub haben, ohne dass man als Familie getrennt Urlaub macht.

Für aktive Familien – und besonders für Familien mit Kids, die langsam aus dem klassischen Kinderhotel-Alter herauswachsen – ist der ROBINSON IERAPETRA deshalb aus unserer Sicht eine ziemlich spannende Adresse auf Kreta.

Und Kreta selbst?

Dafür haben wir definitiv noch nicht alles gesehen.

Ein ziemlich guter Grund, irgendwann wiederzukommen.

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