Zwischen Elterntaxi und Endorphinen – meine sportlichen Ziele 2026

Manchmal frage ich mich, ob mein Kalender heimlich von einem Eventmanager geführt wird. Schule, Termine, Familienorganisation, Arbeit – und irgendwo dazwischen versuche ich noch, ein paar sportliche Ziele unterzubringen. Dieses Jahr sind sie allerdings nicht ganz klein geraten.

Denn auf meiner persönlichen Bucket List stehen zwei Highlights:
eine Inselumrundung auf Mallorca über rund 360 Kilometer und etwa 6000 Höhenmeter – an einem einzigen Tag. Und als wäre das nicht genug, wartet im September noch der Berlin Marathon.

Kurz gesagt: Ausdauer ist gefragt. Auf dem Rad, auf der Laufstrecke – und vermutlich auch im Familienalltag.

Das große Mallorca-Abenteuer

Die Idee zur Inselumrundung spukt schon länger in meinem Kopf herum. Mallorca einmal komplett umrunden, früh morgens starten, den Sonnenaufgang erleben, irgendwann durch die Serra de Tramuntana klettern und spät abends wieder ankommen. 360 Kilometer klingen erstmal nach einer Zahl, die man eher in der Tankanzeige eines Autos sehen möchte. Aber genau das macht den Reiz aus.

Natürlich ist das Ganze kein lockerer Sonntagsausflug. Mit rund 6000 Höhenmetern wird das eher ein sehr langer Tag im Sattel. Einer von der Sorte, bei dem man irgendwann nicht mehr darüber nachdenkt, wie viele Kilometer noch fehlen – sondern einfach weitertritt.

Und genau dafür bleiben jetzt noch 91 Tage Vorbereitung.

Training im echten Leben

Theorie und Trainingsplan sind das eine. Realität mit Familie das andere.

Denn zwischen ambitionierten Sportzielen und der Praxis liegen Dinge wie:

  • das morgendliche Fertigmachen der Kinder

  • spontane Spielplatzbesuche

  • Elternabende

  • und natürlich das klassische Elterntaxi

Wobei „Elterntaxi“ bei uns inzwischen fast ein eigener Nebenjob ist. Allein viermal pro Woche Tennistraining der Kids wollen organisiert werden. Dazu kommen Reiten, Turnen und KungFu. Wer glaubt, nur Profisportler hätten einen straffen Trainingsplan, war noch nie für die Freizeitlogistik von Kindern verantwortlich.

Die große Frage dieses Jahr lautet also nicht nur: Schaffe ich die 360 Kilometer?
Sondern auch: Schaffe ich es, Training und Familienleben halbwegs sinnvoll zu koordinieren?

Die Antwort wird vermutlich irgendwo zwischen frühen Morgenstunden, späten Abendläufen und gelegentlichen „Ich fahr noch schnell eine Runde“-Momenten liegen.

Der zweite Höhepunkt: Berlin im September

Nach dem Mallorca-Projekt geht der sportliche Kalender direkt weiter. Im September wartet dann der Berlin Marathon.

Der hat natürlich eine ganz andere Dynamik als eine lange Radtour. Statt stundenlangem Rhythmus im Sattel geht es hier um 42,195 Kilometer auf Asphalt – zusammen mit zigtausend anderen Läuferinnen und Läufern durch die Hauptstadt.

Darauf freue ich mich jetzt schon. Berlin hat einfach eine besondere Atmosphäre, und der Zieleinlauf durchs Brandenburger Tor ist so ein Moment, den man als Läufer mindestens einmal erlebt haben möchte.

Die nächsten 91 Tage

Die gute Nachricht: Das Wetter spielt gerade mit.
Die Tage werden länger, die Temperaturen freundlicher, und plötzlich fühlt sich Training draußen wieder deutlich attraktiver an.

Heißt konkret: Die kommenden Wochen will ich noch einmal richtig nutzen. Kilometer sammeln. Höhenmeter sammeln. Und dabei versuchen, den Familienalltag nicht komplett aus dem Takt zu bringen.

Ob der Plan aufgeht? Keine Ahnung.

Aber genau das macht es irgendwie auch spannend.

Zwischen Brotdosen schmieren, Sporttaschen packen, viermal Tennis pro Woche, Reitstall, Turnhalle, KungFu-Training, Elterntaxi fahren und Trainingskilometer sammeln wird dieses Jahr definitiv nicht langweilig.

Und wer weiß – vielleicht erzählen wir hier im Herbst ja davon, wie sich Mallorca einmal rundherum und 42 Kilometer durch Berlin wirklich angefühlt haben.

Tommi

Thomy