Kette wachsen statt ölen? Warum ich nach 6 Monaten nicht mehr zurück möchte

Wer mich vor einem Jahr gefragt hätte, ob ich meine Fahrradkette künftig wachsen statt ölen würde, hätte vermutlich ein recht klares „Nein“ als Antwort bekommen.

Zu aufwendig. Zu kompliziert. Zu viel Equipment.

Zumindest war das mein Eindruck.

Heute, rund sechs Monate später, sieht die Welt anders aus. Inzwischen fahre ich sowohl auf dem Rennrad als auch auf dem Gravelbike mit gewachsten Ketten und kann mir ehrlich gesagt kaum noch vorstellen, wieder auf klassisches Kettenöl zurückzuwechseln.

Warum ich lange gezweifelt habe

Wie viele andere Rennradfahrer habe ich meine Kette jahrelang klassisch geschmiert. Ein paar Tropfen Öl hier, kurz abwischen, fertig.

Zumindest in der Theorie.

In der Praxis bedeutete das oft:

  • schwarze Hände

  • verschmutzte Antriebe

  • ölige Kettenstreben

  • regelmäßiges Nachschmieren

Vor allem aber sammelte sich immer wieder Schmutz auf Kette, Kassette und Schaltröllchen.

Genau deshalb hat mich das Thema Kettenwachs irgendwann doch neugierig gemacht.

Der größte Irrtum: Kettenwachs ist kompliziert

Rückblickend war genau das mein Denkfehler.

Ja, der erste Wechsel von Öl auf Wachs benötigt etwas Vorbereitung. Mit den richtigen Produkten wird daraus aber kein Wissenschaftsprojekt, sondern ein erstaunlich einfacher Prozess.

Vor allem dann, wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind.

Thomy