Vom Hover Bar zur Race-Maschine – das neue Canyon Grail Gen 3
Es gibt Bikes, die man kauft und nie bereut. Das Canyon Grail der ersten Generation war so eines. Damals frisch aus dem Mountainbike-Alltag rund um Berlin eingestiegen – wer die Trails hier kennt, weiß: der Wechsel auf Gravel war keine Degradierung, sondern eine Erweiterung. Und das Grail hat mich von der ersten Ausfahrt an nie enttäuscht.
Jetzt steht Generation 3 in den Startlöchern. Und ich merke, dass ich zum ersten Mal ernsthaft darüber nachdenke, das alte Grail gegen das neue zu tauschen. Nicht weil irgendetwas kaputt ist. Sondern weil Canyon diesmal wirklich etwas Grundlegendes verändert hat.
Von Gen 1 zu Gen 3 – was sich wirklich getan hat
Das Grail der ersten Generation war seiner Zeit voraus – und gleichzeitig das wohl kontroverseste Bike, das Canyon je gebaut hat. Der charakteristische Hover Bar, Canyons Doppeldecker-Cockpit, spaltete die Community von Anfang an. Zu hoch, zu klobig, zu anders – die einen liebten ihn, die anderen verstanden ihn nicht. Dabei war der Hover Bar nicht nur überraschend komfortabel auf langen Ausfahrten, er hatte auch einen entscheidenden praktischen Vorteil: Wer nach einer Gravel-Runde noch die Pizza vom Imbiss mitnehmen wollte, wusste die flache Ladefläche zwischen den beiden Lenkerhörnern zu schätzen. Vier-Käse, kein Rutschen.
Mit Generation 2 verabschiedete sich Canyon dann vom Hover Bar – und gewann prompt Unbound und die Gravel-Weltmeisterschaften. Das Konzept hatte sich bewiesen, das Cockpit war Geschichte. Mit dem Grail Gen 3 ist diese Diskussion endgültig abgehakt.