Globaler Datenschutztag: 10 Tipps für mehr Privatsphäre im Familienalltag mit Apple

Der Globale Datenschutztag ist ein guter Anlass, um kurz innezuhalten und zu prüfen, wie wir mit unseren Daten umgehen – und ganz besonders mit denen unserer Familie. Als Eltern tragen wir Verantwortung: für unsere eigenen Informationen, aber auch für die digitalen Spuren unserer Kinder. Apple bietet dafür viele praktische Funktionen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Hier sind zehn hilfreiche Tipps, die vor allem für Familien nützlich sind.

1. Privates Surfen in Safari

Wenn Ihr schnell etwas recherchiert oder Geräte mit Partner oder Kindern teilt, ist „Privates Surfen“ in Safari ideal. Websites werden nicht im Verlauf gespeichert, Suchanfragen nicht gemerkt und Tabs nicht über iCloud synchronisiert. Zusätzlich blockiert Safari bekannte Tracker. Praktisch: Private Fenster werden automatisch gesperrt, wenn sie eine Zeit lang nicht genutzt werden.

2. Intelligentes Verhindern von Tracking

Safari schützt Euch standardmäßig vor Cross-Site-Tracking. Dank lokaler Intelligenz auf dem Gerät werden Tracker blockiert und Eure IP-Adresse verborgen. Das ist besonders beruhigend, wenn Kinder im Internet unterwegs sind und man nicht jede Website im Blick haben kann.

3. Apps sperren oder ausblenden

Gebt Ihr Euer iPhone kurz an die Kids, um Fotos anzuschauen oder ein Spiel zu spielen? Dann könnt Ihr sensible Apps sperren oder ganz ausblenden. Gesperrte Apps lassen sich nur mit Face ID, Touch ID oder Code öffnen, ausgeblendete Apps landen in einem geschützten Ordner der App-Mediathek.

4. E-Mail-Adresse verbergen

Beim Anmelden in Apps, bei Newsletter-Registrierungen oder Online-Einkäufen hilft „E-Mail-Adresse verbergen“ aus iCloud+. Ihr nutzt eine zufällige Weiterleitungsadresse, Eure echte E-Mail bleibt privat. Weniger Spam bedeutet auch weniger Ablenkung im stressigen Familienalltag.

5. Private Cloud Compute

Für bestimmte Apple-Intelligence-Funktionen wird Cloud-Rechenleistung benötigt. Apple setzt dabei auf Private Cloud Compute: Daten werden nicht gespeichert, sind für Apple nicht einsehbar und dienen ausschließlich der jeweiligen Anfrage. Ein wichtiger Punkt, wenn man sich Gedanken über KI und Familienfotos oder persönliche Inhalte macht.

6. App-Datenschutzinformationen im App Store

Vor dem Download lohnt sich ein Blick auf den Bereich „App-Datenschutz“ im App Store. Dort seht Ihr transparent, welche Daten eine App sammelt und ob sie zur Nachverfolgung genutzt werden. Gerade bei Apps für Kinder oder Familien ist das ein entscheidendes Auswahlkriterium.

7. Die Passwörter-App nutzen

Die Passwörter-App sammelt Passwörter, Passkeys, WLAN-Zugänge und Bestätigungscodes an einem Ort. Sie warnt vor unsicheren oder kompromittierten Passwörtern. Für Familien heißt das: weniger Zettelwirtschaft und mehr Sicherheit auf allen Geräten.

8. Ungefährer Standort statt exakter Ort

Nicht jede App muss wissen, wo Ihr Euch genau aufhaltet. Für Wetter-Apps oder lokale Tipps reicht der ungefähre Standort völlig aus. Das schützt Eure Privatsphäre – und die Eurer Kinder – ohne auf Komfort zu verzichten.

9. Hinweise zur Hintergrund-Standortnutzung

Wenn Apps den Standort im Hintergrund verwenden, erinnert Euch das iPhone regelmäßig daran und zeigt auf einer Karte, wo der Standort genutzt wurde. So behaltet Ihr die Kontrolle und könnt Berechtigungen jederzeit anpassen – ein gutes Werkzeug, um mit älteren Kindern über Datenschutz zu sprechen.

10. Aufnahme-Indikatoren im Blick behalten

Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis: Ein oranger Punkt zeigt aktive Mikrofon-Nutzung, ein grüner Punkt Kamera oder Kamera und Mikrofon. So wisst Ihr jederzeit, welche App gerade „zuhört“ oder „zuschaut“ – auch wenn das iPhone mal unbeaufsichtigt auf dem Küchentisch liegt.

Fazit:
Datenschutz muss kein kompliziertes Thema sein. Mit ein paar bewussten Einstellungen lässt sich viel erreichen – für uns selbst und für unsere Kinder. Der Globale Datenschutztag ist ein guter Moment, diese Funktionen gemeinsam zu entdecken und digitale Verantwortung als Teil des Familienalltags zu leben.

Thomy