Herbstferien im Salento: Unsere Woche im Robinson Apulia

Der Herbst in Berlin kann schön sein. Er kann aber auch ziemlich grau sein.

Genau deshalb haben wir uns in den Herbstferien noch einmal eine Woche Sonne gegönnt. Diesmal ging es in den Süden Italiens, in den Absatz des Stiefels: ins Salento, an die Ionische Küste. Unsere Base war der ROBINSON APULIA.

Und eines vorweg: Es war genau das, was wir gebraucht haben.

© Robsinson

Ein Club mit Geschichte (und das sieht man)

Der Club liegt bei Marina di Ugento, mitten in einem geschützten Pinienwald, direkt am Sandstrand. Die Anlage erstreckt sich über rund 210.000 Quadratmeter und ist eher ein weitläufiger Park als ein klassisches Hotel.

Ich sage es ehrlich: Dem Club sieht man an, dass er schon über 40 Jahre besteht.

Hier und da merkt man das an der Bausubstanz, und nicht alles wirkt so glatt poliert wie in einem Neubau. Dafür hat die Anlage Charakter, viel Grün und diese entspannte Feriendorf-Atmosphäre, die ich an solchen Clubs mag.

Mit ein bisschen Patina kann ich gut leben, solange der Rest stimmt. Und besonders wichtig ist uns dabei die Sauberkeit. Genau da gab es nichts zu meckern: Zimmer und Anlage waren sehr sauber und gepflegt. Wenn man so viel Zeit zwischen Platz, Strand und Zimmer verbringt, ist das für uns ein echtes Kriterium. Ein älterer Club darf gerne Charakter haben, aber er muss sauber sein. Das war er. Und der Rest stimmt auch.

Was andere Gäste über den Zustand sagen

Weil ich nicht nur meine eigene Brille aufsetzen möchte, habe ich mir vorab angeschaut, wie andere Gäste die Anlage erleben.

Das Bild ist ziemlich einheitlich. Gelobt werden immer wieder der Strand, das Essen, die Kinderbetreuung und das Sportangebot. Beim Zustand der Anlage fällt zwar öfter das Wort „in die Jahre gekommen“: Teile der Bausubstanz und die Zimmer wirken älter, wobei es je nach Zimmerkategorie Unterschiede gibt. Gleichzeitig loben viele Gäste, wie sauber und gepflegt alles gehalten wird. Einzelne hätten sich außerdem mehr Exklusivität gewünscht oder berichten, dass man hier und da Schlange stehen musste. Im Hochsommer wird der Club zudem als sehr voll und laut beschrieben.

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Das deckt sich mit meinem Eindruck: Der Club lebt nicht von Luxus, sondern von Lage, Sport, Essen und Stimmung.

Und im Herbst hat man ohnehin den Vorteil, dass es deutlich entspannter zugeht als in der Hauptsaison.

Roby Club: Betreuung vom Baby bis zum Teenie

Auch in Apulien ist das Roby-Programm wieder richtig stark.

Laut ROBINSON werden hier Kinder und Jugendliche von 0 bis 17 Jahren altersgerecht betreut. Das gilt auch für die ganz Kleinen: Es gibt Betreuung für Babys und eine entsprechende Babyausstattung. Teilweise ist die Betreuung kostenpflichtig, die Details erfragt man am besten vor Ort oder bei der Buchung. Für größere Kinder gibt es kreative Angebote und Sport, für Teenager eigene Programme.

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Für Familien mit kleinen Kindern ist das ein echtes Argument. Man kann hier Urlaub machen, ohne dass sich der komplette Tag um Windeln, Mittagsschlaf und Spielplatz drehen muss.

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Bei uns mit den größeren Kids sieht das inzwischen anders aus: Lotti und Consti brauchen nicht mehr den ganzen Tag Programm, haben aber trotzdem ihren Spaß, wenn das Angebot da ist.

Tennis, Tennis und noch mehr Tennis

Wer unseren Blog kennt, ahnt es schon: Der Tennisplatz war wieder unser zweites Wohnzimmer.

Für die Kids gab es jeden Tag Training. Lotti und Consti waren also täglich auf dem Platz, und ich konnte mich über den Fortschritt von Tag zu Tag freuen. Und wenn die Kids ihr Training haben, hat man als Elternteil selbst Zeit, den Platz zu nutzen oder sich einfach mal ein Buch zu schnappen.

Das ist für uns auch nach all den Robinson-Urlauben noch immer eines der stärksten Argumente für einen Club: Sport ist hier nicht Beiwerk, sondern Teil des Urlaubs.

Laufen, Radfahren, Spinning unter freiem Himmel

Die Küste rund um Marina di Ugento eignet sich hervorragend zum Laufen und Radfahren. Flach, weit, mit Meerblick: Man kommt schnell in den Flow.

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Mein persönliches Highlight war aber das Spinning im Open-Air-Pavillon. Zuhause bedeutet Indoor Cycling für mich Zwift, Ventilator und Pain Cave. Hier sitzt man auf dem Bike und hat frische Luft, Pinien und gute Laune drumherum.

Das ist eine ziemlich andere Liga.

Strand und Beach-Restaurant: Pause für die Seele

Und dann ist da natürlich der Strand.

Feiner Sand, Pinienwald im Rücken, davor das Meer: Mehr braucht es eigentlich nicht. Wir haben hier viele entspannte Stunden verbracht. Mal mit Buch, mal mit Kids im Wasser, mal einfach nur mit Blick aufs Meer.

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Ein echtes Highlight ist das Beach-Restaurant direkt am Strand. Wer zwischen Sport und Strand Lust auf etwas Besonderes hat oder einen Abend mit Meeresrauschen verbringen möchte, ist hier genau richtig. Das Ambiente ist ein kleiner Urlaub im Urlaub.

Essen: Roby Like sehr gut

Beim Essen liefert ROBINSON auch in Apulien wieder ab. Und zwar richtig.

Wer auf Seafood steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Frischer Fisch, Meeresfrüchte und mediterrane Küche sorgen dafür, dass man sich nach dem Sport wirklich belohnt fühlt. Auch Gäste loben das Essen immer wieder, und es soll sich über lange Zeit kaum wiederholen.

Bei einem Buffet findet außerdem jeder etwas, die Kids genauso wie wir. Aber im Salento isst man nun mal besonders gerne Fisch.

Sharky Schwimmschule: Diesmal ohne uns

Beide Kids haben inzwischen Gold, daher war die Sharky Schwimmschule diesmal kein Anlaufpunkt für uns.

Trotzdem war sie wieder da und wieder gut besetzt: ambitionierte Schwimmtrainerinnen, die den Kids in den Ferien das Schwimmen beibringen oder die Abzeichen abnehmen. Wer mit kleineren Kindern anreist, kann hier die Ferien richtig nutzen. Und wer wie wir schon durch ist, kann sich einfach freuen, dass dieses Kapitel abgeschlossen ist.

Anreise: Mit dem Mietwagen von Bari

Für uns ging es von Berlin nach Bari und von dort mit dem Mietwagen gut 2,5 Stunden bis zum Club.

Natürlich gibt es mit Brindisi einen näheren Flughafen (rund 90 Minuten Transfer). Der wird im Herbst aber nicht mehr ab Berlin angeflogen, daher hieß es für uns Bari. Wer keine Lust aufs Selbstfahren hat, kann alternativ den Shuttle buchen.

Der Transfer ist ein Punkt, den auch andere Gäste als Nachteil nennen. Für uns war er in Ordnung. Mit Hörspiel im Auto vergeht die Zeit ohnehin wie im Flug.

Gut zu wissen: Saison und Umgebung

Der Club ist nicht ganzjährig geöffnet. Die Saison läuft 2026 noch bis zum 31. Oktober. Wer die Herbstferien nutzen möchte, sollte also frühzeitig prüfen, bis wann geöffnet ist.

Wer den Club zwischendurch verlassen möchte: Das Salento hat einiges zu bieten. Typische Ausflugsziele sind Gallipoli mit seiner Altstadt auf der Felseninsel, Santa Maria di Leuca ganz an der Spitze des Absatzes, Otranto und die barocke Stadt Lecce. Etwas weiter nördlich liegen die weißen Dörfer wie Ostuni und Alberobello. Für uns stand diesmal aber ganz klar Club, Sport und Erholung im Vordergrund.

Unser Fazit

Der ROBINSON APULIA ist kein Hochglanz-Neubau, und das muss er auch nicht sein. Dem Club sieht man seine über 40 Jahre an, aber er macht an den Stellen alles richtig, die für uns zählen: Sauberkeit, Tennis, Sport, Strand, Essen und eine Atmosphäre, in der Kids und Eltern ihren Urlaub bekommen. Dazu kommt ein Roby-Programm, das von Babys bis Teenagern alle Altersstufen abdeckt.

Für eine Woche Sonne im Oktober war das genau die richtige Entscheidung.

Und die Kids? Die haben schon gefragt, wann wir wiederkommen.

Tommi

Thomy